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Suchtwohnheim

Überblick

Begleitet wohnen und leben

Wenn Menschen eine chronische Suchterkrankung entwickeln, kommen sie oft nicht eigenständig im Alltag zurecht - und das Risiko, rückfällig zu werden, ist hoch. Um sie zu unterstützen und insividuell zu betreuen, haben wir im Jahr 2014 das "Wohnhaus im Werth" gegründet.

Zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal, mitten in Dorsten und trotzdem im Grünen gelegen, bietet das Wohnhaus Platz, Strukturen und qualifizierte Unterstützungsangebote für bis zu 24 Menschen mit einer schweren Alkoholabhängigkeit. Das multi-professionielle Team steht rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung und hilft, feste Tagesabläufe einzuhalten - so steigt die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, während die Rückfallquote sinkt.

Ein gelb- weißes Haus umringt von Wiese und Bäumen, im Hintergrund ist ein Fluss erkennbar

Unser Konzept

Mit der eigenen Geschichte umgehen lernen

Viele Bewohnerinnen und Bewohner sind durch familiäre Probleme oder den Verlust des Arbeitsplatzes aus der Bahn geworfen worden. Sie wurden abhängig vom Alkohol. Hinzu kamen oft psychische Erkrankungen wie Psychosen, Neurosen oder Demenz. Im Alltag und im Zusammenleben mit anderen menschen entstanden immer größere Schwierigkeiten und Konflikte, die auch nach Therapien und Entgiftungen zu erneuten Rückfällen und nach und nach in eine chronische Erkrankung führten.

Im Wohnhaus im Werth wird keiner der Bewohnerinnen und Bewohner mit seinen Problemen allein gelassen. Konflikte können gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern bearbeitet werden. Das entlastet, denn außerhalb einer Betreuungsstruktur ist gerade der normale Alltag ein häufiger Grund für Rückfälle.

Ein Mann mit grauem Pullover und grauen kurzen Harren steht an einem Holzzaun, dessen Zacken aussehen wie kleine Häuser

Halt geben durch Gespräche und Strukturen

Das Team des Wohnhauses im Werth bietet Strukturen, die Halt und SIcherheit geben. Zum Beispiel werden die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen und oft auch selbst zubereitet. Außerdem erfüllt jeder Pflichten im Haushalt wie Geschirr abspülen, Küche aufräumen, Wäsche waschen oder Bad putzen.

Jeder Tag beginnt mit einer Morgenrunde in der integrierten Tagesförderstätte. Daran schließen sich gemeinsam entwickelte Angebote wie Werken, Kochen, "Kopfsachen", Spiele, Kino, Spaziergänge oder ein Besuch im Sozialkaufhaus an.

Die Freizeit kann jeder im und um das Haus herum frei gestalten. Viele soziale Aktivitäten außerhalb des Hauses finden in kleinen Gruppen statt, begleitet von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder je nach Stabilität und Entwicklung auch alleine. Der soziale Austausch ist für Menschen mit Suchterkrankungen oft schwierig, muss aber wieder gelernt werden, weil er zum täglichen Leben dazugehört und eine wichtige Voraussetzung der Abstinenz ist.

drei Männer laufen über den Deich, ein Mann davon sitzt im Rollstuhl, auf seinen Beinen liegt eine rote Decke

Betreuung auf drei Etagen

Das Wohnhaus hat drei Etagen mit unterschiedlich intensiven Betreuungskonzepten, denn eine chronische Alokoholsucht kann sich sehr verschieden äußern. Acht Plätze mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen stehen für Menschen zur Verfügung, die kaum noch in der Lage sind, eigenständige Entscheidungen zu treffen und sich und andere gefährden. Die übrigen 16 Bewohnerinnen und Bewohner leben in einer offenen Wohngemeinschaft oder in einem der drei kleineren Appartments im Obergeschoss. Alle benötigen individuell sehr differenzierte Unterstützung im Alltag.

Für alle Bereiche gibt es eine Nachtbereitschaft. Im Team arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Ergänzungskräfte, die alle langjährige Berufserfahrunghaben. Die Bewohnerinnen und Bewohner planen die notwendigen Assistenzleistungen gemeinsam mit ihren Bezugsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, die viel Geduld und Leidenschaft für ihren Beruf mitbringen und selbstverständlich auch in Konfliktmanagement geschult sind.

Eine blonde Frau sitzt gemeinsam mit einem grauhaarigen Mann an einem grünen Tsch, vor ihnen stehen zwei Kaffeetassen.

Aufnahmeverfahren

Senden Sie uns Ihre Aufnahmeanfrage

Wenn Sie an einem Betreuungsangebot interessiert sind, laden wir Sie gerne zu einem unverbindlichen Informationsgespräch ein, zu dem Sie die für Sie wichtigen Bezugspersonen gerne mitbringen können. So haben Sie die Gelegenheit, unser Angebot kennenzulernen und im gemeinsamen Austausch herauszufinden, ob dieses für Sie passend sein könnte.

Sind Sie nach dem ersten Kennenlernen weiterhin an einem Betreuungsangebot interessiert, findet ein zweites Treffen statt, bei dem Sie die entsprechenden Wohnbereiche kennenlernen können. Sollte sich danach eine Aufnahme ergeben, wird alles Weitere ganz genau mit Ihnen und der jeweiligen Teamleitung geplant. Die dabei getroffenen Absprachen finden Eingang in einem auf Sie persönlich zugeschnittenen Wohn- und Betreuungsvertrag.

In diesem Vertrag legen wir fest, welche Leistungen Sie durch uns erhalten. Dabei kann es sich um Assistenzleistungen und/oder Wohnraum handeln.

Für Aufnahmeanfragen wenden Sie sich bitte an Kristina Wolff.

Eine Hand schreibt mit einem Kugelschreiber etwas in ein Buch mit weißen Seiten